Erklärungen von A - Z

Abholung

Alle Tierbestatter holen verstorbene Heimtiere zeitnah vom Tierbesitzer oder vom Tierarzt ab. Der Termin sollte vereinbart werden. Fast alle Tierbestatter sind rund um die Uhr erreichbar.

Abschiednahme

Die Abschiednahme von einem verstorbenen Tier findet in einem „Raum der Stille“ (s. dort) statt, über den Tierbestatter, Tierfriedhofe und Tierkrematorien überwiegend verfügen.

Basiskremierung

Basiskremierung ist die gemeinsame Verbrennung verstorbener Heimtiere in einem Tierkrematorium. Die Asche wird in der freien Natur verstreut bzw. entsorgt.

Bestattungsarten

Für verstorbene Heimtiere gibt es folgende Bestattungsmöglichkeiten:

  • Bestattung auf dem eigenen Grundstück, jedoch nicht wenn das Grundstück in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt oder die Ortssatzung etwas anderes aussagt. Nicht unmittelbar an öffentlichen Wegen und der Tierkörper muß mindestens mit einer 50 cm Erdschicht bedeckt sein.
  • Erdbestattung auf einem Tierfriedhof in einem Reihengrab.
  • Erdbestattung auf einem Tierfriedhof in einem Wiesengrab (anonyme Bestattung)
  • Kremierung in einem Tierkrematorium und Rückführung der Asche in einer Urne (Einzelkremierung (s. dort)).
  • Kremierung in einem Tierkrematorium und Verbleib der Asche im Krematorium (Sammelkremierung (s. dort))

Christliche Symbole

Die Verwendung von christlichen Symbolen oder anderen religiösen Symbolen (s. dort) bei der Tierbestattung ist umstritten. Es gibt Tierkrematorien und Tierfriedhöfe, die sie zulassen, andere hingegen lehnen sie ab. In jedem Einzelfall sollten hierzu konkrete Informationen eingeholt werden.

Siehe auch:
Religiöse Symbole

Diamantbestattung

Es ist möglich aus der Asche eines kremierten Tieres oder aus dem Haarkleid eines lebendes Tieres einen synthetischen Erinnerungsdiamanten herzustellen. Der Prozeß dauert ca. 3-4 Monate. Informieren Sie sich bei Ihrem Tierbestatter.

Direktkremierung

Direktkremierung ist eine Einzelkremierung eines Heimtieres, bei der im Tierkrematorium das Tier aufgebahrt wird, der Tierbesitzer Abschied nimmt und er bei der Kremierung anwesend ist.

Einzelkremierung

Bei einer Einzelkremierung eines Heimtieres wird das verstorbene Heimtier allein in einem Tierkrematorium verbrannt (eingeäschert) und die Asche dem Tierbesitzer in einer Urne direkt oder über den Tierbestatter übergeben. Über die Einzelkremierung wird ein Zertifikat ausgestellt.

siehe auch:
Feuerbestattung
Sammelkremierung

Einäscherung

Siehe Kremierung, Einzelkremierung oder Sammelkremierung.

Erinnerungskristall

Der Erinnerungskristall ist ein handgefertigtes Stück Kristallglas, in dem ein kleiner Teil der Asche dekorativ eingearbeitet wird. Viele Formen sind hier möglich.

Feuerbestattung

Verbrennung von toten Heimtieren in speziellen Tierkrematorien.
siehe auch:
Kremierung

Gemeinschaftskremierung

Gemeinschaftskremierung ist ein anderer Ausdruck für Sammelkremierung (s. dort)

Haustiere

Haustiere sind Tiere, die wegen ihres Nutzens vom Menschen gezüchtet werden. Die Haustiere sind durch Züchtung aus Wildtierarten, hervorgegangen. Haustiere können auch in Ausnahmefällen als Heimtiere gehalten werden (z.B. Kaninchen, Hängebauchschwein u.A.).

Heimtiere

Heimtiere sind Tiere, die nicht zur Kategorie der Nutztiere gehören und vom Menschen meist in seiner Wohnung oder in sonstigem engen Kontakt mit ihm gehalten werden. Motive für die Haltung von Heimtieren können unterschiedlichster Natur sein: Freude am Tier, Zierde, Interesse an Verhaltensweisen oder Züchtung der Tiere, Ersatz für Sozialpartner oder Spielgefährte für Kinder.
Als Heimtiere können fast alle in Größe und Verhaltensweisen zur Haltung in der Wohnung geeigneten Arten in Frage kommen, wobei bei geeigneter Unterbringung dazu auch durchaus gefährliche Tiere zählen können: Skorpione, Giftschlangen, Riesenschlangen.

Kolumbarium

Ein Kolumbarium ist ein oberirdisches Bauwerk, in dem Urnen mit der Asche Verstorbener in Kammern aufbewahrt werden. Tierfriedhöfe bieten es in einigen Fällen für Tierurnen an oder nutzen es für die würdige Aufbewahrung der Asche von Sammelkremierungen.

Kremierung

Unter Feuerbestattung, auch Kremierung oder Einäscherung versteht man die Veraschung einer Leiche. Dieser Vorgang wird im Krematorium durchgeführt. Die Beisetzung der Überreste erfolgt gewöhnlich in einer Urne.

Pferdekremierung

Obwohl Pferde nicht zu den Heimtieren gehören, ist eine Kremierung in Ausnahmefällen möglich. Soll das Pferde in Gänze kremiert werden, kann das zur Zeit noch nicht in Deutschland durchgeführt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierbestatter.

Religiöse Symbole

Religiöse Symbole und Rituale bei Bestattungen von Menschen sind üblich und bringen die enge Verbindung des Verstorbenen mit seiner Religion zum Ausdruck.
Bei einer Tierbestattung sollte genau überlegt werden, ob der Einsatz von religiösen Symbolen und Ritualen sinnvoll ist. Es ist darauf zu achten, dass auf das religiöse Empfinden anderer Menschen Rücksicht genommen wird.

See also:
Christliche Symbole

Sammelkremierung

Sammelkremierung eines Heimtieres wird das verstorbene Heimtier gemeinsam mit anderen Tieren verbrannt (eingeäschert) und die Asche verbleibt im Krematorium. Sie wird auf einer Wiese oder in einem Wald verstreut bzw. in einem anonymen Grab beigesetzt. Der Tierbesitzer erhält über die Sammelkremierung ein Zertifikat.

See also:
Einzelkremierung
Feuerbestattung

Schamottstein

Schamottsteine sind Steine, auf denen fortlaufende Nummern eingraviert sind, unter denen die Tiere im Krematorium registiert werden. Ein solcher Stein wird in vielen Tierkrematorien dem Tierkörper vor der Einäscherung beigelegt und findet sich hinterher in der Tierasche wieder. So ist sichergestellt, dass Sie die Asche Ihres Tieres zurückerhalten.

Seebestattung

Auch für verstorbene Heimtiere ist eine Seebestattung möglich. Dabei wird die Asche des Kremierten Tieres in einer Urne, die sich im Wasser auflöst, auf dem Meer, einem See oder einem Fluß beigesetzt. Es gibt verschiedene Anbieter, die solche Tierbestattungen anbieten. Fragen Sie Ihren Tierbestatter,

Tierbestattung

Die rituelle Bestattung toter Tiere wird weltweit seit etwa 12.000 Jahren praktiziert. Die früheste Tierbestattung (als Beigabe zu der eines Menschen) erfolgte in Ain Mallaha in Israel. Die erste Tierbestattung einer Katze wurden vor 10.000 Jahren von den Zyprern durchgeführt, die Katzen bereits als Haustiere hielten. Ihr Optimum erlebte die Tierbestattung im Alten Ägypten. Seinerzeit wurden zahlreiche Tiere, die als heilig galten, aufwändig einbalsamiert und rituell bestattet. Dazu gehörten insbesondere Katzen, Krokodile, Stiere oder Falken.
Eine weitere Blüte erlebten Tierbestattungen im frühen Mittelalter, bei den Alamannen, Franken und Sachsen, wo wohlhabende Verstorbene zusammen mit ihren Pferden und (Jagd-)Hunden beigesetzt wurden. Häufig wurden die Köpfe getrennt von den Körpern der Tiere bestattet. Das Zaumzeug wurde in den meisten Fällen mit ins Grab des Verstorbenen beigelegt. Im sächsischen Gräberfeld von Rullstorf, Landkreis Lüneburg, wurde sogar ein zahmer Rothirsch bestattet, der wohl auf der Jagd als Lockmittel für freilebende Hirsche genutzt wurde.
Heute haben sich weltweit unzählige Tierfriedhöfe etabliert. Jede Großstadt verfügt über mindestens einen Tierfriedhof. Die ersten modernen Tierfriedhöfe in Deutschland entstanden etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bestattet werden größtenteils die klassischen Haustiere wie Hunde oder Katzen, aber auch Zirkustiere oder Pferde. Der weltweit bekannteste Tierfriedhof ist der Cimetière des chiens in Paris.
Analog zur Bestattung toter Menschen erfolgt heute die Tierbestattung in speziell angefertigten Särgen oder in Urnen.
Ungeachtet der Existenz dieser Tierfriedhöfe hat sich jedoch in der westlichen Welt vielfach die Einäscherung (Kremierung) von Heimtieren durchgesetzt. Rigide Umweltbestimmungen einerseits und der Wunsch vieler Tierbesitzer, die Asche – vielfach auch in einer Urne beigesetzt – bei sich zu wissen oder im eigenen Umfeld zu bestatten, haben die Entstehung von Tierkrematorien begünstigt.
Quelle: Walkowitz J.E.: Quantensprünge der Archäologie In: Varia neolithica IV, 2006. ISBN 3-937517-43-X, www.wikipedia.de

Tierfriedhof

Tierfriedhöfe sind Ruhestätten für verstorbene Heimtiere. Sie sind in der Regel private Einrichtungen. Die Bestattung der verstorbenen Heimtiere erfolgt in Einzelgräber oder anonym. Auch Urnengräber werden angeboten.

Tierkrematorium

Tierkrematorien sind Verbrennungsanlagen, die errichtet wurden zum ausschließlichen Zweck der Kremierung von Heimtieren. In den Tierkrematorien besteht die Möglichkeit der Abschiednahme und der Tierbesitzer kann der Kremierung beiwohnen.

Tierkörperbeseitigung

Tierkörperbeseitigung ist eine industrielle Form der Verwertung von Tierkadavern in technischen Anlagen. Man spricht von tierischen Nebenprodukten, die nicht wieder in den Nahrungsmittelkreislauf gelangen dürfen.
Verstorbene Heimtiere, die beim Tierarzt gelassen werden, sind solche tierischen Nebenprodukte.
Die Fa. SecAnim der deutschen Sariagruppe sammelt und verarbeitet diese Materialien entsprechend den gesetzlichen Anforderungen und unter höchsten hygienischen Ansprüchen. Die dabei entstehenden Mehle und Fette dienen als Alternativbrennstoff für Kraftwerke oder die Zementindustrie und werden darüber hinaus zur Energieerzeugung innerhalb der eigenen Produktionsanlagen eingesetzt.
U.A. wird aus den tierischen Fetten Biodiesel hergestellt.
Wer weitere Informationen wünscht, kann sich bei Saria informieren: www.saria.de/sr/spektrum/dienstleistungen/tierische-nebenprodukte/

Urne

Die Urne enthält die Asche des verstorbenen Tieres. Urnen können aus den verschiedensten Materialien angefertigt werden.
Virtuelle Tiergedenkstätte
Im Internet gibt es eine Reihe von virtuellen Tierfriedhöfen und Tiergedenkstätten. Sie dienen dem Andenken an das verstorbene Heimtier und helfen, die Trauer um den Tiertod zu bewältigen.

Wiesengrab

Als Wiesengrab wird eine Körperbestattung des verstorbenen Heimtieres auf einer Grasfläche eines Tierfriedhofes bezeichnet.