Stellenwert. Doch was geschieht nach dem Tod der Katze oder des Hundes? Die Tierkörperbeseitigungsanlage wartet nach wie vor auf die meisten. Es gibt aber Alternativen.
„Viele Leute suchen einen Ort, wo sie ihr Tier begraben, ihm gedenken und es immer mal wieder besuchen können“, sagt Evamarie König vom Tierschutzverein Berlin. Dann bietet sich ein Tierfriedhof an. Die Tierschützer aus der Bundeshauptstadt haben ihre eigene Anlage mit 900 Gräbern. Hunde, Katzen, Nagetiere und Vögel sind darin bestattet, aber auch ein Leguan.
Ein Grab können Halter zu Preisen zwischen 90 und 150 Euro für den Zeitraum von drei Jahren pachten.
Am Tag der Bestattung gibt es eine schlichte Zeremonie. „Wir hatten aber auch schon Beerdigungen mit mehr als zehn Teilnehmern“, so König. Die Halter können die Ruhestätte mit Grabsteinen, Blumen und Büschen gestalten. Viele Gräber zieren Fotos der Tiere.
Wer sich zumindest nicht ganz von seinem Liebling trennen möchte, kann ihn in einem Tierkrematorium verbrennen lassen.
„Die Asche geben wir den Leuten dann beispielsweise in einer Schmuckurne nach Hause mit“, sagt Axel Mauthe vom Bundesverband der Tierbestatter.
Im Abschiedswald Goldberg bei Bad Harzburg (Niedersachsen) haben Tierhalter die Möglichkeit, ihre Schützlinge im Schatten der Bäume zur letzten Ruhe zu betten. Die Preise reichen von 25 Euro bis zu 250 Euro für einen großen Hund. Die Gestaltung der Gräber werde der Natur überlassen, sagt Michael Rudolph vom Forstamt Clausthal, das den Abschiedswald betreibt.